Baubeschreibung

BAUBESCHREIBUNG

Das Objekt Klenzestraße 27 in Regensburg wird schlüsselfertig entsprechend der nachfolgenden Baubeschreibung saniert. Soweit die Baubeschreibung keine Änderungen vorsieht, bleibt die vorhandene Gebäudealtsubstanz bestehen. Die allgemein anerkannten Regeln der Technik werden bei den neuen Arbeiten gemäß Baubeschreibung berücksichtigt, soweit es die bestehende Gebäudealtsubstanz zulässt.

Änderungen der Bauausführung und der Material – bzw. Baustoffauswahl bleiben, soweit sie erforderlich, gleichwertig und dem Erwerber zumutbar sind, vorbehalten. Maßliche Differenzen, statische und bauliche Maßnahmen, die sich aus architektonischen, bau – oder genehmigungstechnischen Gründen ergeben, jedoch keinen Einfluss auf die Qualität und Nutzung des Gebäudes haben, bleiben ebenso vorbehalten.

Die in den Plänen eingezeichneten Einrichtungsgegenstände dienen lediglich als Beispiel für deren Stellmöglichkeit. Mitzuliefernde und fest einzubauende Einrichtungsgegenstände, z. B. Sanitärelemente, sind Bestandteil der nachfolgenden Baubeschreibung. Die angeführten und abgebildeten Fabrikate für den Innenausbau sind nur Qualitätsbeispiele und nicht Vertragsbestandteil.

Es wird ein repräsentatives Muster – Appartement zur Besichtigung ausgestattet.

Bei Verwendung von Baustoffen und Ausstattungsmustern anderer Hersteller sind diese mindestens gleichwertig. Die nachfolgende Baubeschreibung beinhaltet alle Leistungen, die durch den vereinbarten Festpreis abgegolten sind. Die Sanierung des Gebäudes wird im Standard nach KfW Effizienzhaus 70 (EnEV 2009 = Energieeinsparverordnung 2009) ausgeführt. Das bedeutet, der Jahres-Primärenergiebedarf des jeweiligen Gebäudes beträgt maximal 70 % des Wertes für das Referenzgebäude nach Tabelle 1, Anlage 1 – EnEV 2009. Der Schallschutz erfüllt die Anforderungen der DIN 4109:1989 – 11, die VDI-Richtlinie 4100 Ausgabe 2007 und die Beschreibungen der Tabelle 10 der DEGA – Empfehlung Lärmschutzklasse D für Studentenwohnheime, ein erhöhter Schallschutz wird nicht geschuldet. Die DEGA – Empfehlung samt Tabelle ist in der Teilungserklärung informativ beigefügt. 

Bei Einhaltung der Werte finden die Bewohner, übliches Wohnverhalten vorausgesetzt, im Allgemeinen Ruhe und müssen ihre Verhaltensweisen nicht besonders einschränken, um Privatsphäre zu wahren. Aufgrund der festgelegten Anforderungen kann jedoch nicht erwartet werden, dass Geräusche von außen oder aus benachbarten Räumen nicht mehr wahrgenommen werden können. Daraus ergibt sich insbesondere die Notwendigkeit gegenseitiger Rücksichtnahme durch Vermeidung unnötigen Lärms.

Ausgenommen davon bleiben „Nutzergeräusche“. Diese werden soweit als möglich gemindert. Wegen fehlender Messverfahren werden jedoch keine Kennwerte angegeben. Unter Nutzergeräuschen werden verstanden z.B. das Aufstellen von Gegenständen auf Abstellplatten, das Rutschen in der Badewanne, Einlaufgeräusche von Badewasser nach der Mischbatterie, das harte Schließen des WC – Deckels usw.

Ausgenommen sind außerdem ortsveränderliche Maschinen und Geräte, wie z. B. Staubsauger, Waschmaschinen, Küchengeräte und Sportgeräte im eigenen Wohnbereich.

Die Anforderungen zum Schutz gegen Geräusche aus haustechnischen Anlagen werden nach DIN 4109 entsprechend den Mindestanforderungen erfüllt. Mit der Erstellung des Schallschutznachweises wurde ein Fachingenieurbüro beauftragt. Die Ergebnisse des Fachplaners sowie dessen Empfehlungen finden Eingang in die Planung und Ausführung der Sanierung. Der Brandschutz wird von einem Sachverständigen geprüft bzw. neu definiert und entsprechend baulich umgesetzt.

Der Umbau des Gebäudekomplexes zwischen Klenzestraße und Königswiesenweg wird in einem Bauabschnitt realisiert. Der Neubau bzw. die Erweiterung der bestehenden Tiefgarage im östlichen Grundstücksbereich wird im 2. Bauabschnitt realisiert. Die geplanten Neubauten bzw. Aufstockungen, sowie der zusätzliche Aufzug und die neuen Fluchttreppenhäuser werden zeitlich im Zuge der Sanierung des ersten Bauabschnittes mit erstellt.

Das Gebäude wird über den neu geplanten Aufzug und das mittlere Treppenhaus direkt an die Tiefgarage angebunden.

Jedes Apartment bis 30 m² erhält einen Spind im UG des nördlichen Bauteils.

Als zentraler Treffpunkt wird eine Community-Lounge mit Flat Screen – Fernseher, Leseecke und Chill-out-area eingerichtet. Ein in versetzten Ebenen aufgeteilter Außenbereich mit entsprechenden Freisitzmöglichkeiten vervollständigt die Clubatmosphäre.

1. GRUNDSTÜCK

1.1 Erschließung

Der Haupteingang des Gebäudes ist im westlichen Teil an der Klenzestraße, einer großzügigen Erschließungsstraße mit seitlichen Parkmöglichkeiten, gelegen. Hier befindet sich ein Teil der Außenstellplätze.

An der östlichen Grundstücksgrenze verläuft der Königswiesenweg, über den das Grundstück  bzw. die Tiefgarage mit Parkdeck und weitere Außenstellplätze angefahren werden.

1.2 Versorgungsanschlüsse

Das Gebäude erhält eine neue Energiezentrale mit Biomassefeuerung. (Contracting siehe Punkt 13.3)

Die Strom- und Wasserversorgung wird von der REWAG – Aktiengesellschaft Regensburg, oder einem anderen Anbieter, betrieben. Die Heizzentrale bzw. die Übergabepunkte für Wasser und Strom befinden sich jeweils in den Technikräumen der Kellergeschosse. 

Die bestehenden Grundleitungen aus Kunststoff oder Steinzeug werden überprüft, gegebenenfalls schadhafte Bestandteile werden ersetzt oder saniert. Ab dem Hauptzähler werden die Wasserleitungen in Kunststoff oder Edelstahl mit Isolierschlauch gedämmt ausgeführt. Die Kalt- und Warmwasserzähler bzw. die Wärmemengenzähler der Heizung werden auf Mietbasis in den jeweiligen Wohneinheiten im Bad, Küche oder Flur installiert.

Der Stromverbrauch der Nutzer wird direkt mit den jeweiligen Versorgern abgerechnet. Die Abrechnungen für Heizung, Wasser und Kanal erfolgen jeweils verbrauchsabhängig, bzw. nach anteiliger Flächenumlage, gemäß Betriebskostenverordnung, über die Hausverwaltung.

TV und Radio sind über Kabel zu empfangen. Die erforderlichen Nutzer – Endgeräte sowie Leitungsnutzungsgebühren sind nicht Bestandteil der Leistung.

2. ROHBAU

2.1 Abbruch, Entkernung und Maurerarbeiten

Das Gebäude wird teilweise entkernt. Nicht mehr verwertbare Bauteile und Materialien werden entfernt, der anfallende Bauschutt wird abtransportiert und entsorgt.

Neu zu errichtende Brand -, Treppenhaus -, Wohnungstrennwände und Stützen werden entsprechend den statischen Vorgaben erstellt.

2.2 Fundamente und Bodenplatte

Alle Fundamentierungen, sowie die Abdichtung der Bodenplatte gegen das Erdreich sind Altbestand und bleiben unverändert erhalten. Die Fundamentierung neuer Bauteile z.B. der zusätzlichen Tiefgarage und neuer Wände erfolgt nach statischer Berechnung.

2.3 Tiefgarage, Keller – /Kellerersatzräume

Die Außenwände der Tiefgarage werden für den Neubauteil als Massivwände erstellt. Innenwände und Stützen bestehen aus Mauerwerk oder Stahlbeton.

Die bestehenden Geschossdecken sind in Stahlbeton ausgeführt. Die Ausführung der neuen Geschossdecke bzw. Tiefgaragendecke erfolgt nach statischen Vorgaben bzw. Berechnungen.

Die neue Tiefgarage bleibt betonsichtig und wird an Decken, Wänden und Stützen nicht gestrichen. Die Transportanker der Betonfertigelemente und Stoßfugen werden nicht geschlossen. Abwasserleitungen unter den Decken oder an Wänden verlaufend sind zulässig, soweit sie die Nutzung des Stellplatzes nicht unangemessen einschränken.

Die Oberflächen und Abfugungen in der bestehenden Tiefgarage bleiben im Bestand belassen. 

Die einzelnen Stellplätze werden durch Nummerierung an den Außenwänden gekennzeichnet.

Die Zufahrt zur Tiefgarage erfolgt über die bestehende Rampe.

Die Tiefgarage ist natürlich be- und entlüftet. 

Die neugeplante Tiefgarage wird durch eine Anrampung direkt an die bestehende Tiefgarage angebunden und ist durch eine Schleuse an den neuen Aufzug bzw. an das bestehende Treppenhaus angeschlossen. 

3. AUSSENWÄNDE/FASSADE/FENSTER

Die Fassaden des bestehenden Gebäudes werden entsprechend den architektonischen Entwürfen und nach Abstimmung mit der Baugenehmigungsbehörde neu und modern gestaltet.

Die bestehenden Fassaden werden instand gesetzt und wärmedämmtechnisch nach den Erfordernissen der EnEV (2009) durch ein Wärmedämmverbundsystem ertüchtigt. Neue Außenwände werden nach statischen Angaben und entsprechend der EnEV ausgeführt. Die Farbgestaltung erfolgt gemäß Farbkonzept des Architekten.

Fassadenfenster und Fenstertüren der Außenwände werden aus Kunststoff, mit 3 – facher Isolierverglasung, mit Dreh- und Drehkippbeschlag oder als Festverglasung entsprechend der Planzeichnungen des Architekten ausgeführt.

Absturzsicherungen werden nach Erfordernis montiert.

Die Fenster und Terrassentüren erhalten außen liegende Jalousien mit Zug- oder Kurbelsystem, bzw. bei größeren Anlagen, sofern notwendig, einen motorischen Antrieb.

4. INNENWÄNDE

Wohnungstrennwände des Bestandsgebäudes sind in Massivbauweise ausgeführt.

Die neuen, nicht tragenden, Innenwände werden nach Plan in Leichtbauweise errichtet. Der Innenputz auf gemauerten Wänden wird als einlagiger, tapezier – und streichfähiger Standard – Maschinenputz ausgeführt. Bestehende Betonwände in den Wohngeschossen und im Treppenraum sind bzw. werden, falls erforderlich, glatt gespachtelt und neu gestrichen. Alle Anstriche erfolgen mit weißer Dispersionsfarbe. Installationen in den Bädern werden mit Vorsatzschalen in Trockenbauweise geschlossen.

5. DECKEN              

Die Decken aller Geschosse sind oder werden gem. statischen Anforderungen ausgeführt und in Teilbereichen (Wohnungsflur mit Küchenzeile, Bad/ WC, Abstellräume) mit abgehängten Decken versehen. Hierdurch reduzieren sich in diesen Bereichen die vorhandenen Raumhöhen um ca. 20 cm. Abgesehen von Flur mit Küchenzeile, Bad/ WC und Abstellraum beträgt die lichte Raumhöhe in den Bestandsgeschossen ca. 2,40 m ab Estrich. In Bereichen von Deckenunterzügen können durch statische Anforderungen in Teilbereichen geringere Raumhöhen entstehen. Abweichungen zwischen den einzelnen Geschossen sind möglich. Flächen mit einer lichten Höhe von mindestens 2,20 m zählen voll zur Wohnfläche und berechtigen nicht zu Kaufpreisminderungen.

6. DACHARBEITEN

Die tragenden Dachkonstruktionen bleiben zum Teil im Bestand erhalten, die neuen Dächer werden als Flachdächer ausgebildet und erhalten insgesamt eine neue Gefälledämmung gemäß EnEV 2009. Die Ausbildung der Flachdächer erfolgt nach den Flachdachrichtlinien.

Alle Klempnerarbeiten, wie Dachrinnen mit allen erforderlichen Formstücken, Fallrohren, sowie allen Einfassungen und Abdeckungen, werden neu ausgeführt. Die Fallrohre werden an die bestehenden Grundleitungen angeschlossen.

7. WOHNUNGSEINGANGSBEREICH/BRIEFKÄSTEN/INNENTREPPEN/ TREPPENHÄUSER

Die Wohnungen erhalten je einen Briefkasten in einer Briefkastenanlage in oder nahe der Hauseingangstür. Hausnummern werden jeweils an den Hauseingängen angebracht.

Die Treppenhausgeländer werden überarbeitet und neu gestrichen. Die Natursteinbeläge des bestehenden Treppenhauses, der Treppenläufe und der Podeste werden saniert.

8. TÜREN

Die Haustüren werden passend zum Gebäude erneuert. Sie erhalten elektrische Türöffner, werden selbstschließend ausgebildet und mit Sicherheitsbeschlägen aus Metall ausgestattet. Die

Haustüren erhalten einen Schließzylinder, der im System mit den Wohnungseingangstüren schließt.

Die Wohnungseingangstüren sind passend zum Schließsystem der jeweiligen Haustür mit Sicherheitsbeschlägen versehen. Sie werden als verstärkte Vollspan- Wohnungsabschlusstüren mit zusätzlicher Schallex – Bodenabdichtung in glatter Schichtstoffoberfläche, Klimaklasse 2, ausgeführt. Sie sind selbstschließend und erhalten einen Türspion.

Die neuen Innentüren sind oberflächenfertig weiß beschichtet und erhalten ein stabiles Türblatt. Die Türblätter innen liegender, fensterloser Räume erhalten Lüftungsöffnungen gem. den technischen Anforderungen. Die Türklinken werden analog zu den Fenstergriffen erstellt.

Die vorhandenen Stahltüren der Technikräume im Kellergeschoss erhalten Sicherheitsbeschläge und Sicherheitszylinder und werden oberflächenfertig lackiert ausgeführt.

Ausstattungsbeispiel

9. MALERARBEITEN

In allen Wohnungen werden nach Instandsetzung Decken, Wände und Stahlbetonstützen mit weißer Dispersionsfarbe gestrichen 

10. FLIESEN

Alle Bäder und WC – Räume werden im Bereich der Waschbecken und WC – Anlagen gemäß dem Gestaltungskonzept des Architekten mit Keramik – bzw. Feinsteinzeugfliesen 20 x 20 cm weiß gefliest. Teilweise wird in den Bädern über den Vorwandinstallationen der Waschtische in Griffhöhe eine Ablage mit Glas -, Fliesen – oder Natursteinplatte hergestellt. Bei Bädern ohne Vorwand werden Glasablagen montiert. Der Duschbereich wird ca. 2,10 m hoch mit weißen Mosaik und farbiger vertikaler Bordüre im Bereich der Duscharmatur gefliest.

Ausstattungsbeispiel

 

Ausstattungsbeispiel

11. ESTRICH/BODENBELÄGE

Die vorhandenen Fußbodenaufbauten in den bestehenden Appartements werden nach Erfordernis erneuert.

Die Sanitärräume erhalten einen komplett neuen Estrich mit Trittschall- und Wärmedämmung gemäß den Empfehlungen des Schallschutzgutachters. Die Eingangsbereiche, Bäder und Wohnräume werden mit einem zertifizierten und hochstrapazierfähigen Vinyl – Design Belag in Holzoptik belegt und erhalten eine passende PVC – Sockelleiste.

Ausstattungsbeispiel

12. AUFZÜGE

Die beiden im Bestand vorhandenen Aufzüge werden erneuert. Der zusätzlich neu zu schaffende Aufzug wird behindertengerecht für 13 Personen / 1000 kg ausgeführt. Kabinenwände und Kabinentüren werden in Edelstahl erstellt. Die Rückwände erhalten einen Kristallspiegel. Die Decke wird in Edelstahl mit integrierter Beleuchtung ausgeführt. Bodenbeläge werden analog zu den Belägen im Treppenhaus ausgeführt. 

13.HAUSTECHNISCHE GEWERKE

13.1 Elektroinstallation

Elektroleitungen in den Wohnungen und Appartements werden, soweit notwendig, aus den vorhandenen Installationsrohren herausgezogen und durch Mantelleitungen ersetzt. Zur Einhaltung der Muster – Leitungsanlagen – Richtlinie (MLAR) werden alle sich in den Fluren und Fluchtwegen befindliche Kabel und Leitungen demontiert.

Bauseits vorhandene Schalterdosen, welche sich in Betonwänden befinden, werden aus statischen und schallschutztechnischen Gründen wieder verwendet bzw. nur geringfügig versetzt.

In den Wohnungen werden zudem neue Elektrounterverteiler in Unterputz- oder Hohlwandvariante installiert und je mit einem 30mA – FI – Schutzschalter und Sicherungsautomaten ausgestattet. 

Für Schalter und Steckdosen werden Qualitätsprodukte eingesetzt, vorzugsweise als Flächenprogramm in der Farbe Weiß.

Die Lage der Brennstellen, Schalter und Steckdosen werden nach einem Elektroinstallationsplan des Elektroprojektanten, unter Berücksichtigung der bestehenden Gegebenheiten, festgelegt.

Für jede Wohneinheit wird vom Keller aus eine sternförmige LWL – Verkabelung (E9/125 – Singlemode) für Telefon, Antenne und Internet mit einer Übertragungsrate von 100Mbit/s ausgeführt. 

Folgende Anschlüsse sind vorgesehen:

Wohnraum: 1 Telefonanschluss, 1 Antennenanschluss, 4 Steckdosen, 1 Schaltstelle, 1 Lichtauslass an der Decke;

Küche/Wohnungsflur: Versorgung der Küche gemäß Küchenausstattung, 1 Lichtauslass an der Decke, 1 Schaltstelle, 1 Steckdose; 

Bad/WC: 1 Steckdose, 1 Lichtauslass für Spiegelleuchte, 1 Schaltstelle. 

Das Aufstellen von Parabolantennen in den einzelnen Einheiten ist nicht erlaubt.

Ausstattungsbeispiel (Schalterprogramm reinweiß)

 

Ausstattungsbeispiel (Wohnungsstation)

13.2 Sanitärinstallation und Einrichtungen

Die Steigleitungen der Sanitärinstallation des Altbestandes werden rückgebaut und entsorgt. Alle Versorgungsleitungen und Installationen werden erneuert.

Maßgebend für die Ausführung der Abwasserinstallation sind die Allgemeinen Technischen Vorschriften der VOB, Teil C, sowie die DIN 1986 – 100, Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke. Die Objektanschlüsse erfolgen mit HT-Kunststoffrohr. 

Die neue Leitungsinstallation (Kalt- und Warmwasserversorgung) der Haupt – und Verteilleitungen erfolgt mit Edelstahlrohr nach DIN EN ISO 1127. Die Objektanschlüsse werden mit Edelstahlrohr oder Mehrschichtverbundrohr nach DIN 1988 realisiert. Steigstränge bzw. Einheiten werden mit Absperrungen bzw. in der Zirkulationsleitung mit thermischen Regelventilen versehen.

Die Trinkwasserinstallation wird nach der EN 1717, der DIN EN 806, der Trinkwasserverordnung sowie den gültigen Normen und anerkannten Regeln der Technik ausgeführt. 

Die Verbrauchserfassung von Warm – und Kaltwasser erfolgt über durch die Eigentümergemeinschaft gemietete Wasserzähler, welche mittels Funk ausgelesen werden können. 

Im Erdgeschoss wird ein zentraler Wasch – und Trockenraum errichtet, in dem gebührenpflichtige Waschmaschinen und Trockner über die Hausverwaltung bereitgestellt werden. Die Maschinen können über einen Münzautomat bedient werden. 

Die Wohnungen ab 50 m² Größe erhalten einen eigenen Waschmaschinenanschluss. Der Waschmaschinenanschluss wird als Aufputz – Waschmaschinensifon bzw. als Unterputz –

Waschmaschinensifon mit integrierter Kaltwasserversorgung im Bad bzw. in der Küche oder im Abstellraum,  je nach Planvorgabe, vorgesehen. 

Bade – und Duschwannen, Waschtische, sowie Toiletten, Handwaschbecken etc. sind Markenfabrikate und werden in weiß vorgesehen. Die Anordnung der sanitären Einrichtungsgegenstände erfolgt gemäß den Planungsunterlagen und Einbaumöglichkeiten. Die Mindestabstandsmaße der sanitären Einrichtungsgegenstände werden in den Bestandsbädern teilweise unterschritten. Die Badewannen werden als Acrylwannen ausgeführt. Die Ausstattung umfasst eine Exzenter – Ablaufgarnitur, Einhebel – Wannenfüll – und Brausebatterie und einen Brauseschlauch mit Brausekopf.

Sofern im Plan separat vorgesehen, wird eine Dusche mit Duschabtrennung in Echtglas und Wandstange mit verstellbarer Brausekopfhalterung eingebaut. 

Die Montage der Hänge – Tiefspül – WC erfolgt mit weißem, stabilem Kunststoffsitz und – deckel, stabilem Toilettenpapierhalter (Metall, verchromt) sowie WC – Bürste in Wandhalterung.

Handwaschbecken
Ausstattungsbeispiel

WC
Ausstattungsbeispiel

Duschwanne
Ausstattungsbeispiel

Duscharmatur
Ausstattungsbeispiel

Waschtischarmatur
Ausstattungsbeispiel

Brausestange
Ausstattungsbeispiel

Drückerplatte
Ausstattungsbeispiel

Badezimmerheizkörper
Ausstattungsbeispiel

 

 

Die Küchen erhalten einen Anschluss für Küchenspüle mit Warm – und Kaltwasserversorgung. 

Der Mindestluftwechsel bzw. die Feuchteabführung der Räume wird über Einzelraumentlüfter und Nachströmöffnungen in den Fensterprofilen bzw. Lüftungsschlitzen im Außenmauerwerk gewährleistet.

Jede Penthaus – Wohnung wird mit je einem Kaltwasseranschluss (frostsichere Außenarmatur) auf der Dachterrasse im Außenbereich ausgestattet. 

13.3 Heizungsinstallation

Die Wärmeversorgung erfolgt durch ein Wärmeversorgungsunternehmen. Hierzu wird die Imago K27 GmbH mit einem Contracting – Unternehmen einen Wärmeversorgungsvertrag abschließen. Dieses erstellt, betreibt und wartet die Wärmeerzeugungsanlage im hierfür bereitgestellten Heizraum im Untergeschoss und liefert Wärme und Warmwasser für alle Wohneinheiten. Die Vertragslaufzeit beträgt 15 Jahre. Der Käufer verpflichtet sich, in den Wärmeversorgungsvertrag zwischen der Imago K27 GmbH und dem Contracting – Unternehmen einzutreten. Die für den Betrieb der Heizungsanlage notwendigen Räumlichkeiten werden dem Betreiber der Anlage unentgeltlich zur Verfügung gestellt und mit einer Dienstbarkeit belegt. 

Die Wärmeversorgung erfolgt durch einen Brennwertkessel und einen Pelletkessel.  Für die Wärmeerzeuger sind zwei Edelstahlkamine vorgesehen, die außen an der Fassade über Dach geführt werden. Bestandteil der Heizungsanlage ist die komplette sicherheitstechnische Ausrüstung nach DIN EN 12828.

Die Warmwasserversorgung wird über eine zentrale Warmwasserbereitung (Speicher bzw. WW-Bereiter im Heizraum) gewährleistet. Die Regelung der Warmwasserbereitung erfolgt über die Leistungsregelung der Wärmeerzeuger. 

Die Isolierung wird mit Dämmdicken gemäß der EnEV 2009 ausgeführt.

Alle Wohnungen erhalten neue weiße Heizkörper mit Raumthermostaten. Die Heizungsrohre werden unter Putz oder im Fußboden verlegt.

Die Erfassung des Wärmeverbrauches erfolgt mittels durch die Eigentümergemeinschaft angemieteter Verbrauchserfassungsgeräte. 

14. BALKONE/LOGGIEN/DACHTERRASSEN

Die Balkone werden nach technischem und statischem Erfordernis als Stahlkonstruktion bzw. Stahlbetonkonstruktion erstellt. Dachterrassen im Penthaus und Loggien erhalten einen Plattenbelag, die Balkone erhalten einen geglätteten Betonbelag, wartungsfrei, temperatur – und witterungsbeständig. Die Schwellen von Terrassen oder Dachterrassen zu den Wohnräumen werden möglicherweise auf eine Abdichtungshöhe von bis zu 5 cm (statt nach DIN geforderten 15 cm) mit vorgelagerter Rinne reduziert. Dies dient auch dem Nutzerkomfort, ist jedoch nur zulässig, wenn der Bauherr diesem explizit zustimmt. Mit diesen Abweichungen erklärt sich der Käufer mit Vertragsabschluss einverstanden.

Die ebenerdigen Terrassen der Wohnungen im Erdgeschoss werden mit Betonwerkstein auf geeignetem Unterbau ausgeführt. Für die Abtrennungen zu den Balkonen, Terrassen und Dachterrassen der Nachbarwohnungen werden Sichtschutzelemente nach architektonischer Vorgabe und Farbgestaltung vorgesehen.

15. KÜCHEN

Die in den Grundrissen dargestellten Küchen werden wie folgt ausgestattet.

Glaskeramik-Kochfeld mit 2 Kochzonen in gebürsteten Edelstahl, Mikrowellengerät mit Grill als Einbaugerät, Unterbaukühlschrank mit Gefrierfach Energieeffizienzklasse A+, Edelstahlspüle, Spültischarmatur und Umluftdunstabzug in Edelstahl mit Aktivkohlefilter und integrierter Beleuchtung. Die Fronten werden in Schichtstoff Lack weiß ausgeführt. Arbeitsplatten in anthrazit / Steinoptik.

 16. AUSSENANLAGE GÄRTEN (SONDERNUTZUNG)

Die den Wohnungen der Erdgeschosse zugeordneten Gärten werden gemäß der vorliegenden Planung ausgeführt und erhalten einen Kaltwasseranschluss (frostsichere Außenarmatur).

17. AUSSENANLAGE GEMEINSCHAFT

Die Gestaltung der Außenanlagen erfolgt gemäß der vorliegenden Planung und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Zuwege, Zufahrten und Freiflächen werden unter Berücksichtigung des Bestandes gestaltet.

Verbleibende Flächen werden dem Außenanlagenplan entsprechend angelegt, bepflanzt und begrünt. Im Bereich des Gemeinschaftsgrüns wird ein Außenwasserhahn vorgesehen. 

18. SONSTIGES

18.1 Grundreinigung

Nach Abschluss der Bauarbeiten und vor Übergabe der Wohneinheiten wird eine Grundreinigung durchgeführt. Eine bezugsfertige Endreinigung ist Sache des Käufers.

18.2 Änderungen

Änderungen bleiben vorbehalten, soweit diese erst im Ausbau als erforderlich erkannt werden. Änderungen werden die Wohnqualität, sowie die Raumgrößen nicht beeinträchtigen, es sei denn, sie sind aus statischen oder baurechtlichen Gründen unabdingbar und notwendig.

18.3 Wartung

Wartung, Pflege und Unterhalt sind ab Besitzübergabe vom Käufer regelmäßig durchzuführen, damit keine Beeinträchtigungen aufgrund mangelnden Unterhalts eintreten.

Nachstellen von Türen oder Fenstern nach Übergabe sind als Wartungs- bzw. Unterhaltsleistung nicht im Leistungsumfang enthalten.

Bestimmte Bauteile bedürfen zur ordentlichen und sachgemäßen Unterhaltung einer laufenden Wartung und Pflege, ferner auch der Erneuerung in üblichen, turnusmäßigen Abständen. Dies gilt für alle mechanisch bewegten Teile wie Tür- und Fensterbeschläge, aber auch für dauerelastische Fugen. Bei Dehnungsfugen oder sonstigen elastischen Verfugungen handelt es sich um Wartungsfugen.

19. SCHLUSSBESTIMMUNGEN

Da es sich bei den Bauleistungen um Sanierungsleistungen an Bestandsgebäuden handelt, wird darauf hingewiesen, dass die Arbeiten im Bereich des Schall-, Wärme- und Feuchteschutzes teilweise nicht entsprechend aller aktuellen Vorschriften für Neubauten hergestellt werden können.

Bei Unterschieden zwischen Baubeschreibung, Musterappartement und der Plandarstellung ist die jeweils letztere maßgebend.

Alle Angaben erfolgen unter dem Vorbehalt, dass keine Umplanungen erforderlich sind. Diese können beispielsweise Auswirkungen auf die Raumaufteilung und Raumgröße haben. Insofern werden diesbezüglich keine Zusicherungen abgegeben.

Maßgeblich für den Leistungsumfang ist ausschließlich die notariell beurkundete Käuferbaubeschreibung.

Ende der Käuferbaubeschreibung